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01.12.2010 | So können Eltern ihre Kinder vor Brandverletzungen schützen

Bad Klosterlausnitz. Wenn wir an Brandverletzungen denken, denken wir meistens an leichte Brandverletzungen, die zwar vorübergehend schmerzhaft sind, aber schnell wieder in Vergessenheit geraten und von alleine ohne Probleme abheilen. Doch es gibt auch Menschen, die schlimme Brandunfälle erleiden und ein Leben lang an den vielfältigen Folgen leiden. Dieses Schicksal trifft meistens, nämlich zu rund 80%, Kinder. 

Dr. Hans Ziegenthaler, Leiter des Rehazentrums für Brandverletzte der Moritz Klinik Bad Klosterlausnitz ist sich sicher: "Wenn Eltern besser über die typischen Gefahren für ihre Kinder Bescheid wüssten, ließen sich bestimmt viele Fälle von schlimmen Brandverletzungen beim Nachwuchs verhindern. Schützen Sie Ihre Kinder vor diesen schlimmen Unfällen!" Anlässlich des "Tages des brandverletzten Kindes" am 7. Dezember weist die Moritz Klinik deshalb auf die typischen Brandverletzungen bei Kindern hin und erklärt, wie sie verhindert werden können. 

"Jedes Jahr verbrennen sich 6000 Kinder in Deutschland so schwer, dass sie eine stationäre Behandlung im Krankenhaus benötigen", weiß Dr. Ziegenthaler. Die häufigsten Ursachen dafür sind bei Kleinkindern zwischen 0 und 4 Jahren Verbrühungen (Verschütten von heißen Flüssigkeiten oder im Zusammenhang mit einem Bad), Wohnungsbrände, Chemikalien im Haushalt und elektrische Unfälle. Bei Kindern zwischen 5 und 15 Jahren liegen die Ursachen hauptsächlich bei Wohnhausbränden und im riskanten Verhalten der Kinder selbst - z.B. durch "Zündeln" oder dem Spiel mit Feuerwerk oder ähnlichem. 

Insbesondere die häufigen Unfälle von Kleinkindern und Babys ließen sich oft durch einige kleine Verhaltensänderungen der Erwachsenen verhindern: "Viele Eltern wissen nicht, dass bereits heiße Flüssigkeiten ab 52 Grad Celsius die Haut ihrer Kinder nachhaltig schädigen können. Allein der Inhalt einer Tasse Tee kann bei einem Säugling zu einer Verbrennung von 30% der Körperoberfläche führen", erläutert Dr. Ziegenthaler. Deshalb raten die Experten aus der Moritz Klinik: Tassen oder Kannen mit heißen Getränken, sollten stets weit weg von der Tischkante abgestellt werden. Tischdecken sowie Kabel von Tauchsiedern und Wasserkochern sollten nicht herunterhängen, so dass sie nicht von den Kindern herunter gezogen werden können. 

Eltern sollten niemals etwas Heißes essen oder trinken, wenn sie ihr Kind auf dem Schoß haben, denn Kinder greifen oft nach Tassen oder anderen Gefäßen, um zu sehen, was sich darin befindet. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Bioethanolöfen und Fondues, hier gilt es die Sicherheitsvorschriften der Hersteller, das heißt einen sicheren Aufstellort und ununterbrochene Beaufsichtigung, zu jeder Zeit sicher zu stellen. Neben der Küche ist auch das Bad ein Ort an dem häufig Verbrennungsunfälle passieren. Dr. Ziegenthaler rät: "Hier gilt: kontrollieren Sie die Badewassertemperatur für Kleinkinder mit einem Thermometer, bevor Sie Ihr Kind baden. Und: Drehen Sie den Wasserhahn immer auf kalt, bevor Sie das Bad verlassen, damit sich Ihr Kind nicht beim Aufdrehen des Wasserhahns verbrennen kann." Besonders empfehlenswert ist die Anschaffung von Thermostaten, die die Wassertemperatur auf maximal 50 Grad Celsius begrenzen. 

Diese und viele weitere Tipps können interessierte Eltern auch auf der Internetseite www.paulinchen.de, der Webseite der "Initiative für brandverletzte Kinder", nachlesen. Im Unglücksfall erhalten betroffene Eltern hier Unterstützung in der so schwierigen Situation. Weitere Informationen zur Behandlung und Rehabilitation von Brandverletzten finden Interessente auch im Netz unter www.moritz-klinik.de

Die Moritz Klinik in Bad Klosterlausnitz/Thüringen, als eine von vier Einrichtungen der Gräflichen Kliniken, hat sich seit 1998 auf die Rehabilitation Brandverletzter spezialisiert. In diesem Reha-Zentrum, übrigens eines der wenigen in Deutschland, wurden knapp 1.000 Patienten bislang effizient nachbehandelt und individuell betreut.