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05.12.2018 | „Noch ganz klein – schon brandverletzt!“

Der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember 2018 warnt unter dem Motto „Noch ganz klein – schon brandverletzt“ vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen bei Säuglingen, Neugeborenen und Kleinkindern. 76 % aller thermisch verletzten Kinder sind jünger als 5 Jahre. Zusammen mit über 100 Aktionspartnern aus ganz Deutschland macht Paulinchen e.V. auf die hohen Unfallzahlen aufmerksam, um Kinder vor den schwerwiegenden Folgen zu schützen.

„Die meisten dieser Unfälle passieren im häuslichen Bereich und nicht, wie von vielen Eltern vermutet, im Straßenverkehr“, weiß Dr. Kay Großer, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“. „Die Unfallzahlen in der Hochrisikogruppe – Kinder unter 5 Jahren – stagnieren seit Jahren auf hohem Niveau. Deshalb muss Prävention rechtzeitig ansetzen, bestenfalls schon in der Schwangerschaft, spätestens mit der Geburt.“ „Zu der Hauptunfallursache bei Kindern unter 5 Jahren zählt die Verbrühung durch beispielsweise eine Tasse mit heißem Tee“, betont Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. „Die Kinderhaut ist im Vergleich sehr viel dünner. Deshalb reicht bereits eine Tasse mit heißem Tee aus, um 30 % der Körperoberfläche eines Kleinkindes zu verbrühen“, weiß Adelheid Gottwald. Präventionsarbeit ist wesentlich, um Eltern, Verwandte und Angehörige auf Unfallgefahren hinzuweisen und zu zeigen, wie man kleine Kinder vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen schützen kann.

Beim neunten „Tag des brandverletzten Kindes“ beteiligen sich deutschlandweit und über die Grenzen hinaus mehr als 100 Aktionspartner. Kliniken, Feuerwehren, Kitas, Arztpraxen und Firmen machen auf die hohen Unfallgefahren aufmerksam, wie z. B. mit einer Rallye durch das Krankenhaus oder einem Info-Stand.

Moritz Klinik als engagierter Partner

Die Moritz Klinik Bad Klosterlausnitz, die sich seit 1998 auf die Rehabilitation von Brandverletzen spezialisiert hat, möchte ebenfalls einen Beitrag zum „Tag des brandverletzten Kindes“ leisten und auf dieses Thema aufmerksam machen. „Dieses Thema liegt uns sehr am Herzen. Für uns ist es wichtig, etwas Gutes zu tun und die Initiative für brandverletzte Kinder e.V. „Paulinchen“ zu unterstützen. Wir sind überzeugt, dass durch die finanzielle Unterstützung Informationen zur Verhütung von Unfällen mit Kerzen, Weihnachtsgestecken, heißem Tee oder Wasserkochern sowie Strom und Silvesterknaller an Eltern, Verwandte, Erzieher und andere, die Verantwortung für Kinder tragen eindrücklich und nachhaltig weiter gegeben werden können. “ so Dr. Hans Ziegenthaler, Chefarzt des Rehazentrums für Brandverletzte in der Moritz Klinik. Bei der diesjährigen Weihnachtsfeier der Klinik werden die Mitarbeiter eine Tombola zu Gunsten von „Paulinchen e.V.“ durchführen.

 

So schützen Sie Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder

  • heiße Flüssigkeiten nicht am Tischrand abstellen
  • Kabel (Wasserkocher) und Tischdecken nicht herunter hängen lassen
  • heiße Oberflächen wie Kaminöfen oder Herdplatten absichern
  • Badewassertemperatur kontrollieren
  • Wärmflaschen fest verschließen
  • Streichhölzer und Feuerzeuge außer Reichweite von Kindern aufbewahren
  • Speisen aus der Mikrowelle umrühren und probieren
  • Steckdosen sichern
  • Föhn und Heizdecken nicht in Babybettchen legen
  • Vorsicht mit Rotlichtlampen
  • Putzmittel sicher wegschließen

 

Links

www.tag-des-brandverletzten-kindes.de

www.paulinchen.de