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Interdisziplinäre Frührehabilitation polytraumatisierter 
und mehrfachverletzter Patienten

Jedes Jahr verunfallen in Deutschland  ca. 8,5 Millionen Menschen.

Davon zählen schätzungsweise 32500- 38000 als Schwerstverletzte bei denen eine schwere Form des Polytraumas vorliegt (1).

Das Polytrauma ist dadurch gekennzeichnet, durch eine Kombination von Verletzungen wobei wenigstens eine davon  oder die Kombination dieser lebensbedrohlich ist. Durch die Fortschritte der modernen Intensivmedizin und Unfallchirurgie  überleben ca 80% der polytraumatisierten Patienten.

Davon unterschieden werden Mehrfachverletzte Patienten, die eine Vielzahl von Verletzungen aufweisen, aber nicht lebensbedroht sind.

Häufig bestehen neben Knochenbrüchen auch Schädel-Hirn-Verletzungen.


An die akutmedizinische Behandlung im Krankenhaus schließt sich in der Regel eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme an.

Auf Grund der schweren Verletzungsfolgen sind diese Patienten
in der Regel anfangs auf pflegerische Unterstützung bei den Aktivitäten des täglichen Lebens (z. B. Ankleiden, Waschen, Fortbewegung, Nahrungsaufnahme etc.) angewiesen bzw. es besteht noch ein gewisser medizinischer Handlungsbedarf (Wundpflege, internistische oder neurologische Basistherapie).
Die Struktur einer klassischen Rehabilitationsklinik kann diese Patienten nicht versorgen, da sie weder personell noch materiell dafür ausgerichtet ist.

Hier könnte der Patient nur aufgenommen werden wenn er überwiegender in der Lage ist sich selbst zu versorgen. Aus diesem Grund verbleibt der Patient nach Abschluß der akutmedizinischen Versorgung unter Umständen zu lange im Krankenhaus ohne die umfassenden Möglichkeiten zu nutzen zu können die eine modernen Rehabilitationsklinik bietet und das nur weil die pflegerische Unterstützung fehlt.

Die Moritz Klinik bietet als eine der wenigen Rehabilitationskliniken Deutschlands hier in enger Zusammenarbeit mit der neurologischen Abteilung des Hauses eine fachübergreifende FRÜHREHABILITATION an.
Erfahrene Fachärzte, Therapeuten und erfahrenes Pflegepersonal sichern dabei einen qualitativ hohen Standard. Die Zimmer sind hier entsprechend des notwendigen Hilfebedarfs ausgestattet. 

Primäres Ziel ist die schnellstmögliche Wiedererlangung der Selbständigkeit der unfallverletzten Patienten. 

Daran schließt sich in der Regel eine Weiterbehandlung im klassischen Rehabereich (Anschlußheilbehandlung) an, wobei der Patient von der nahtlosen Weiterbhandlung durch seine bisherigen Therapeuten profitiert.
Da dieses Vorgehen vom üblichen Rehabilitationsverfahren abweicht ist eine entsprechende Kostenzusage des Rehabilitationsträgers die Vorraussetzung.


Literatur

(1) Weißbuch Schwerverletzten-Versorgung 
Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (Hrsg.) September 2006