Prothesen sind hochtechnisch

Wie funktioniert eine Prothese?

Orthopädietechniker leisten wertvollen Beitrag

Funktionsweise einer Prothese

Beispiel Oberschenkel mit Kniegelenk

Eine moderne Oberschenkelprothese mit mikroprozessorgesteuertem Kniegelenk ist darauf ausgelegt, ein möglichst natürliches und sicheres Gehen zu ermöglichen. Im Zentrum steht ein kleines Computersystem, das fortlaufend Daten aus der Bewegung des Nutzers verarbeitet und das Verhalten des Kniegelenks in Echtzeit anpasst.
Sensoren im Inneren der Prothese messen kontinuierlich, in welcher Position sich das Bein befindet, wie schnell es bewegt wird und wie stark es belastet wird. Diese Informationen werden mehrmals pro Sekunde an einen Mikroprozessor weitergeleitet und analysiert.

MIKROPROZESSOR STEUERT DAS GELENK

Auf Grundlage dieser Analyse steuert der Mikroprozessor das Kniegelenk. Meist geschieht dies über ein hydraulisches System oder über spezielle Flüssigkeiten. Beim Stehen sorgt das System für maximale Stabilität, sodass ein ungewolltes Einknicken verhindert wird. Beim Gehen hingegen ermöglicht es eine flüssige und natürliche Schwungbewegung des Unterschenkels. Beim Bergabgehen oder bei ungleichmäßigem Untergrund wird die Bewegung zusätzlich gebremst, um mehr Kontrolle zu gewährleisten. Alle Anpassungen erfolgen automatisch, ohne dass der Nutzer bewusst eingreifen muss.

Die Energieversorgung erfolgt in der Regel über einen wiederaufladbaren Akku, der je nach Nutzung mehrere Tage hält. Zusätzlich verfügen diese Systeme über Sicherheitsfunktionen, etwa einen Stolperschutz, der bei unerwarteten Bewegungen sofort reagiert und das Knie stabilisiert.

Zusammengefasst funktioniert eine solche Prothese wie ein intelligentes System, das Bewegung erkennt, interpretiert und entsprechend darauf reagiert. Dadurch wird nicht nur der Gehkomfort verbessert, sondern auch die Sicherheit im Alltag deutlich erhöht.

 

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