Freizeitausflug mit tragischen Folgen

Schickale: Martin

Bei dem Versuch, eine Angelschnur aus einer Starkstromleitung zu befreien, erlitt Martin einen starken Stromschlag. Ein friedlicher Freizeitausflug fand ein tragisches Ende, denn der rechte Arm musste Martin aufgrund der Schwere der Verletzungen amputiert werden.

Nach der Amputation blieb Martin zur Wundversorgung und Schmerztherapie zunächst im Krankenhaus, doch die Heilung verlief gut. Die Prothesenversorgung stellte sich als nicht ganz so einfach heraus, denn für viele Haus- und Allgemeinärzte ist diese Thematik nicht alltäglich. Im Herbst 2025 kam Martin zum ersten Mal zur Reha in die Moritz Klinik Bad Klosterlausnitz. Er war den Umständen entsprechend motiviert und wollte so schnell wie möglich mit dem Prothesentraining anfangen. Zunächst wurde er mit einer Interimsprothese versorgt, um sich an das Leben mit dem neuen Unterarm gewöhnen zu können. Bald konnte auch schon das Gebrauchstraining beginnen. Martin wollte so schnell wie möglich zurück zu seiner Familie und in den Beruf. Seine positive Einstellung, aber auch die Unterstützung von der Familie und ein positives Feedback seitens seines Arbeitgebers – ein Krankenhaus – setzten wichtige Signale.

INDIVIDUELLE MASSARBEIT

Erst, als die Veränderungen im Körper vollständig abgeschlossen waren, wurde eine auf seinen Stumpf zugeschnittene Prothese angefertigt. Bis dahin vergingen 18 lange Monate, die Martin mit Warten verbringen musste. Im Februar 2026, also ein gutes halbes Jahr später, kam er mit der eigens für ihn angefertigten Prothese noch einmal in die Moritz Klinik. „Klare Empfehlung und Erfahrungen in der Verordnung von myoelektrischen Prothesen sind das A und O, für eine Prothese, die im Alltag auch genutzt wird“, so Dr. Ziegenthaler.

NETZWERK FUNKTIONIERT
Dr. Hans Ziegenthaler hatte als behandelnder Arzt im Verlauf mehrfach Kontakt zu dem versorgenden Sanitätshaus und beantwortete Anfragen des Medizinischen Dienstes des Kostenträgers. „Letztendlich ist es der jahrelang gewachsenem Zusammenarbeit mit dem Sanitätshaus zu verdanken, dass diese Prothesenversorgung mit individuell gefertigtem Silikonschaft und moderner Handprothetik umgesetzt werden konnte“, so der Chefarzt.

78 WOCHEN WARTEN

Im Falle von Martin sind insgesamt 78 Wochen, also rund eineinhalb Jahre, zwischen der Amputation und dem Wiedereinstieg in den Job im Hol- und Bringedienst eines Krankenhauses vergangen. Zum Start ist nach so langer Abwesenheit zunächst eine Arbeits- und Belastungserprobung angesetzt, um einen langsamen Wiedereinstieg zu ermöglichen. Martin: „Ich bin so froh, wieder in mein altes Leben zurückzukommen. Ohne die Unterstützung bei der Prothesenfertigung und beim Training hätte ich das so wohl nicht geschafft.“

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