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Pflegeleitbild der Moritz Klinik

Beziehungen zwischen den Patienten und der Pflege

Basis unseres pflegerischen Handelns sind begegnungsorientierte, therapeutische Pflegekonzepte. Besonders schwer hirngeschädigte Patienten erhalten spezielle, auf ihre unverwechselbaren Bedürfnisse sowie Zukunftsplanungen, abgestimmte pflegerische Betreuung.

Priorität unseres pflegerischen Handelns spiegelt sich in der Wahrung der Würde und der Autonomie von Menschen in Grenzsituationen ihres Lebens wider. Ziel dieses Handelns ist es, die Patienten wieder in den Alltag zu integrieren durch spezielle Pflegemodelle

für

Phase B à „Abhängigkeiten zu Unabhängigkeiten therapieren“ – nach Nancy Roper

Phase C und D à „Hilfe zur Selbsthilfe“ – nach Dorothea Orem

Die Akzeptanz der Persönlichkeit des Patienten steht im Vordergrund: „Den Patienten dort abholen wo er steht…“

Die professionelle Pflege in der Moritz Klinik ist ein Prozess der Interaktion zwischen Pflegenden, Patienten und Angehörigen, dem große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dabei steht die Pflege zu jeder Zeit bei Bedarf zu einzelnen Kontaktgesprächen zur Verfügung.

Fester Bestandteil des Pflegekonzeptes stellt die interne wie externe Pflegeüberleitung des Patienten dar. Dabei ist der Prozess eines kompetenten Entlassungsmanagement integrativ in den Pflegealltag verankert.

 

Pflegeprozess und Pflegequalität

Jeder Pflegeprozess wird analysiert, geplant durch Erstellung von Pflegeanamnese, Planung von Nah- und Fernzielen mit den entsprechenden, individuellen Pflegeinterventionen. Durch wöchentliche Evaluierung des Pflegeprozesses überprüft die Pflege die vereinbarten Ziele und setzt den Pflegeprozess in entwickelter Form fort. 

Pflegequalität wird durch Qualitätszirkel, Projektgruppen, Arbeitsanweisungen sowie Pflege- und Hygienestandards entwickelt und dadurch die Qualität gesichert. In Pflegevisiten, Teambesprechungen, Dienstübergaben und ärztlichen Visiten wird die Pflegequalität überprüft und ständig aktuell angepasst. 

Pflegedokumentation dient dem Pflegeprozess als Leistungsnachweis und als juristisches Instrument, Pflege fachlich zu interpretieren. Pflegeleistungen werden durch elektronische Erfassung juristisch nachweisbar dokumentiert und erbrachte Pflegeminuten können lückenlos abgerechnet werden. 

Die Effizienz der Pflege lässt sich anhand der Arbeitsergebnisse in Form der Entwicklung des Barthel- Index der Patienten messen. Durch Patientenbefragungen wird die  Patientenzufriedenheit ermittelt und anhand der Aussagen der Patienten Rückschlüsse für das pflegerische Handeln gezogen. Unser Bestreben ist es, konstante positive, optimale Ergebnisse in der Pflegequalität zu erreichen.

Um in den Phase B und C unsere Patienten noch individueller pflegerisch betreuen zu können, wenden wir die Bezugspflege  „Primary Nursing“ an.

Ein besonderes Anliegen ist den Pflegekräften die Sicherheit der Patienten. Daher werden in den verschiedensten Qualitätszirkeln Pflegehandlungen durch Standards sichergestellt und entstandene Fehler und sogar beinahe Fehler gemeldet, analysiert und geeignete Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Fehler festgelegt. Dieser Sicherheitsprozess dient dazu, um die Fehlerquote ständig zu überprüfen und zu minimieren.  Unser besonderes Augenmerk liegt dabei auf der exakten Verabreichung der Medikamente, der Prophylaxe von Dekubitalulcera, Vermeidung von Pneumonien aufgrund vorhandener Schluckstörungen und der Verhinderung von Stürzen der Patienten. 

 

Stellung der Pflege innerhalb des Klinikbetriebs

Die Mitarbeiter der Pflege nehmen an der Umsetzung des durchgeführten Qualitätsmanagement des Unternehmens aktiv und mit großem Engagement teil. 

Die Pflege ist gleichberechtigtes Mitglied des interdisziplinären, therapeutischen Teams und bringt dort ihr Wissen und Können mit Effizienz ein. Die Pflegemitarbeiter verstehen sich als Pflegetherapeuten, die als Generalisten, weniger als Spezialisten, am Patienten mit therapeutischen Konzepten tätig werden.

Die Pflegeteams, unabhängig der Fachrichtungen (Orthopädie, Neurologie) organisieren Pflegeabläufe flexibel und arbeiten, wenn erforderlich fachübergreifend. Pflege versteht sich als Bindeglied zwischen allen am Patienten tätigen Berufsgruppen.

 

Ökonomische Aspekte der Pflege

Die Pflegenden achten auf sparsame, jedoch fachlich sinnvolle Verwendung medizinischer Verbrauchsmaterialien. Investitionen für die Pflege werden jährlich geplant und von der Geschäftsführung geprüft und bestätigt.

Genehmigte Investitionen werden unbedingt eingehalten. Der Umgang mit Klinikeigenen Grundmitteln erfolgt sachkundig und pfleglich. Zum Gebrauch von medizinischen Geräten werden alle Pflegenden nach der Med. GV geschult.